Zustand nach Longo-OP

Kategorie: Haemorriden.net » Expertenrat Hämorrhoiden | Expertenfrage

18.04.2019 | 20:23 Uhr

Hallo, ich hatte vor 3 Tagen eine Hämmorrhoiden OP nach Longo. Die angeblichen Nichtschmerzen bei dieser OP - Methode kann ich nicht bestätigen, ich hatte doch starke Schmerzen in den letzten Tagen, mit 2 Schmerztabletten am Tag geht es. Auch hatte ich sofort Harnverhalt, der besser geworden ist, aber nicht weg ist, manchmal brauche ich immer noch viel Geduld, vor allem Morgens wenn ich noch keine Schmerztablette habe. Aber was mir am meisten Sorgen macht ist, dass bei jedem Pups was mitkommt, manchmal kommt auch einfach so Flüssigkeit raus. Den festen Stuhl kann ich ganz gut halten, auch der Stuhlgang geht recht gut. Ich habe über diese Flatulenz nahezu keine Kontrolle, ich kann sie zum Teil zurückhalten, dann kommt es aber meist später mit deutlicher Kraft und eben dann auch mehr Flüssigkeit nach. Ich fürchte nun, dass das so bleibt. Mir wurde gesagt, diese OP ist sehr schonend ist und man ist ca. 7 Tage danach wieder arbeitsfähig, davon bin ich weit entfernt. Nun die Frage, sind solche Symptome häufig und wird das besser? Kann man was machen, dass die Dichtheit unterstützt?

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Bisherige Antworten
Expertin Schönenberg-Hackenberg
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19.04.2019, 12:02 Uhr
Antwort von Expertin Schönenberg-Hackenberg

Die Longo Operation ist meist deutlich schonender als andere Verfahren, leider nicht  in jedem Fall, kompliziertere Verläufe kommen eben auch immer wiede rvor.

Bei Ihnen ist der Abstand zur Operation viel zu kurz, Sie  brauchen jetzt einfach Geduld, um den Verlauf einschätzen zu können.

Alles Gute !

Dr. E. S.

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19.04.2019, 14:23 Uhr
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Guten Fr. Dr. E.S.,

ich danke für Ihre schnelle Antwort und das am Feiertag. Ich hoffe die Zeit heilt hier wirklich, derzeit sehe ich keine Fortschritte. Ich verstehe nur nicht, dass man vor der OP und auch danach nicht wirklich mit den Risiken genau konfrontiert bzw. alles so problemlos dargestellt wird. Mag sein, dass diese OP Methode die schonenste sein soll, ich habe kein Vergleich zu den anderen. Im Nachhinein würde ich mich für die OP nicht mehr entscheiden, zumindest derzeit nicht. Denn sollte der Zustand, v.a. was die derzeitige Inkontinenz betrifft, anhalten, dann wird eine Qual der Hämorrhoiden durch eine andere, nicht bessere Qual ersetzt. Aber ich folge Ihren Rat und warte mal ab. 

Expertin Schönenberg-Hackenberg
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20.04.2019, 14:16 Uhr
Antwort von Expertin Schönenberg-Hackenberg

Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Geduld, eine Einschätzung kann man wirklich erst im Verlauf vornehmen, anfangs ist oft noch viel Veränderung im "System". Fast immer bilden sich solche inkompletten Inkontinenzprobleme gut zurück.

MfG

Dr. E. S.

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20.04.2019, 15:18 Uhr
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Ich danke Ihnen für die Wünsche, ich verliere die Hoffnung (noch) nicht. Die Schmerzen habe ich 800 mg Ibuprofen im Griff, der Harnverhalt bessert sich, zumindest über den Tag, morgens ist es noch ziemlich mühsam. Jedoch die “Undichtigkeit“ bleibt weiterhin unverändert, versuche durch Stuhlregulierung die Konsistenz zu verdicken, was aber den Stuhlgang als solches wieder erschwert, es ist ein Teufelskreis. Wie ich so ab Dienstag wieder 9 Stunden im Büro arbeiten soll ist mir heute noch nicht klar, bin aber selbständig, hab also kein Wahl! Es sollte ja längstens nur 7 Tage dauern....

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21.04.2019, 09:32 Uhr
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Tag 6 nach der OP, die Schmerzen kann ich inzwischen mit 400mg Ibuprofen gut aushalten. Der Harnverhalt bessert sich, trinke viel um damit die Blase immer ziemlich voll zu halten, was mehr Druck erzeugt. Zwingt mich leider dann auch nachts 1-2 raus, was ich aber dann gern hinnehme. Die „inkomplette Inkontinenz„ wie Sie es nannten besteht noch, das Ausmass ist aber rückläufig. Ich hoffe diese Tendenz hält an. Heute morgen waren jedoch deutliche Blutbeimischungen ( helles Blut) beim eigentlich problemlosen Stuhlgang dabei, was mich beunruhigt, da dies gestern nicht mehr so war. Sollte ich das Ibuprofen weglassen, da dies ja auch blutverdünnend wirkt? Ich hatte auf Ibuprofen umgestell, weil es ja auch entzündungshemmend und abschwellend wirken kann. 

Danke für Ihre Einschätzung. 

Expertin Schönenberg-Hackenberg
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22.04.2019, 09:44 Uhr
Antwort von Expertin Schönenberg-Hackenberg

Sie machen alles richitg, auch wenn es langsamer besser wird als erwartet, die Entwicklung geht in die richitge Richtung.

Ganz leichte Blutungen sind nicht bedrohlich,  machen Sie mti der Schmerztherapie weiter,  Ibuprofen oder Tramadol.

Alles Gute !

Dr. E. S.

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22.04.2019, 16:22 Uhr
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Leider sind es m.E. keine leichten Blutungen. Heute morgen hatte ich einen recht guten Stuhlgang, konnte kaum Blut erkennen. Am Nachmittag kam dann wieder viel, teilweise dunkles Blut mit Schleim. Schmerzen habe ich kaum noch, auch ohne Schmerzmittel gut aushaltbar. Wie unterscheide ich leichte, normale Blutungen von nicht normalen? 

Expertin Schönenberg-Hackenberg
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23.04.2019, 09:34 Uhr
Antwort von Expertin Schönenberg-Hackenberg

Ich kann ja aus der Ferne die Schwere der Blutung nicht beurteilen. Wenn Sie Zweifel haben , suchen Sie Ihren Arzt auf, denn anale Blutungen können auch einmal sehr heftig sein oder werden.

Alles Gute !

Dr. E. S.

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23.04.2019, 18:50 Uhr
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Hallo Fr. Dr. S,

 

natürlich können Sie dies aus der Ferne nicht einschätzen, war ne dumme Frage von mir. Ich dachte es gibt irgendwie ein Maßstab an den man sich orientieren kann. Es ist immer wieder verstörend wenn es da hinten rausblutet.

Morgen habe ich Termin beim Operateur, mal schauen was er sagt.

Ich danke Ihnen dennoch für Ihren Zuspruch und der einen oder anderen Empfehlung bzw. Bestätigung. 

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27.04.2019, 18:08 Uhr
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Hallo Fr. Dr. S.

der Arztbesuch war etwas ernüchternd, es sei alles in Ordnung, Blut sei noch da, das würde sich noch geben. meine Frage zur bestehenden Inkontinenz wurde ignoriert. 

Das "Bluten" hat tatsächlich aufgehört und auch der Stuhlgang geht recht gut, auch wenn die Zeit zwischen Bemerken, dass ich auf Toilette muss und dem tatsächlichen Akt nur wenige Sekunden beinhaltet. 

Leider hat sich die Inkontinenz nicht gebessert, bei jeder Blähung kommt Flüssigkeit mit. Können Sie ggfls. einen Zeitrahmen vorgeben bis wann dies noch "normal" ist und ab wann man sich Sorgen machen muss? Ich möchte doch nicht mit Mitte 40 schon dauerhaft mit Einlagen rumlaufen=-O

Vielen Dank für Ihre Einschätzung. 

Defender 23