Innere Analvenenthrombose möglich?

Kategorie: Haemorriden.net » Expertenrat Hämorrhoiden | Expertenfrage

17.02.2019 | 15:22 Uhr

Guten Tag,

 

ich schreibe nach langer Zeit noch einmal zu diesem Thema, da ich gerade wieder ähnliche Probleme habe.

Ich habe aktuell wieder stechende Schmerzen leichter-mittlerer Intensität welche ich beim gehen bemerke und auch wenn ich bspw. huste. Sitzen geht. Sie sind eher unangenehm als sehr stark. Da ich des öfteren unter analen Problemen leide und ich auch des öfteren Analvenenthrombosen habe sind mir diese Symptome nicht unbekannt. Gerade zu Weihnachten 2018 hatte ich wieder eine große aber für mich äußerlich gut erkennbare Analvenenthrombose.

Ich würde persöhnlich erneut auf eine Analvenenthrombose tippen, da ich sie aber nicht sehen kann und der schmerz eher innerlich zu sein scheint ist meine Frage ob es üblich ist, dass Thrombosen auch im Analkanal auftreten können?

Mir ist derzeit nicht bekannt wann und wodurch dies entstanden ist.

Wie beurteilen Sie diese erneute Symptomatik und meinen SIe das ein Besuch eines Proktologennotwendig ist?

Erneut vielen Dank für Ihre Hilfe

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Bisherige Antworten
Expertin Schönenberg-Hackenberg
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18.02.2019, 10:36 Uhr
Antwort von Expertin Schönenberg-Hackenberg

Analthrombosen sind äußerlich, können meist gut gesehen werden, manchmal muss man die Analhaut etwas auseinanderziehen, vor allem, wenn äußere Marisken  (Hautfalten) bestehen.

Beobachten Sie doch erst einmal einige Zeit, wenn die Beschwerden fortbestehen oder stärker werden, würde ich aber eine Kontrolle empfehlen.

Alles Gute !

Dr. E. S.

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18.02.2019, 14:47 Uhr
Antwort

Also die schmerzen sind auszuhalten aber unangenehm. Äusserlich war zumindest gestern abend als ich zuletzt nachgesehen habe keine rötung, schwellung oder sonstiges zusehen auch tasten bzw drücken zeigte mir keine auffällige stelle.

Die schmerzen sind innenliegend und beim bücken oder bei bestimmten bewegungen schmerzt es. Es kommt mir immer so vor als würde durch die streckung der schmerz provoziert werden. 

Es scheint ja zumindest nicht für einen abszess zu sprechen.  Es sei denn der kann auch im analkanal auftreten ohne äusserlich und durch drücken bzw tasten in erscheinung zu treten. 

Da ich es immer wieder mal stärker mal schwächer habe ist meine frage ob es auch muskuläre probleme sein können die sehr punktuell im after auftreten können oder halt doch eine thrombose innenliegend? Was könnte denn noch denkbar sein?

Ich würde mich sehr über eine erneute einschätzung freuen.

Vielen dank nochmals

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18.02.2019, 14:50 Uhr
Kommentar

Ich muss noch hinzufügen das ich manchmal ein leichtes brennen bzw jucken verspüre.

Expertin Schönenberg-Hackenberg
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19.02.2019, 09:19 Uhr
Antwort von Expertin Schönenberg-Hackenberg

Lassen Sie eine Proktoskopie machen, damit man einen Abszess oder Kryptits oder anderes tiefer liegendes Problem sicher ausschließen kann.

Alles Gute !

Dr. E.S.

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21.02.2019, 10:30 Uhr
Kommentar

Ich war gestern bei meinem proktologen. Er hat auch proktoskopiert und nichts aufälliges gefunden.

Schleimhaut und äussere hautbereiche sind völlig reizlos sagte er.

Ich sagte ihm, dass ich wieder mal schmerzen habe, welche ich häufiger in phasen mal habe. Deswegen war ich auch schon öfter mal bei ihm. Dieses mal fühlt es sich aber etwas anders an. Leichtes druckgefühl welches sich nicht sicher lokalisieren lässt. Kein nässen oder blut bzw eiter. Ab und an ein unangenehmes fremdkörpergefühl. Naja und halt leichte bis mittlere schmerzen die ich aber nur in bestimmten bewegungen oder Positionen wahrnehme. 

Er hat hämorrhoiden ersten grades festgestellt und verödet. Daher ist nun natürlich das druckgefühl nun noch präsenter. Auf meine frage ob der schmerz von den hämorrhoiden kommen kann meinte er nur bei zu festem stuhl und pressen

Von einer kryptitis oder abszess hat er nichts gesagt. Er hat aber auch nicht innerlich mit dem finger getastet. Eine kryptitis scheint ja auch schwer feststellbar. 

Ich bin mir nicht sicher wie ich weiter vorgehen soll. Ob ich es bei der proktoskopie erstmal belassen kann und abwarte oder eine Zweitmeinung notwendig ist.

Wie schätzen sie die situation ein?

Erneut vielen dank für Ihre mühe!

 

Expertin Schönenberg-Hackenberg
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21.02.2019, 11:01 Uhr
Antwort von Expertin Schönenberg-Hackenberg

Ich würde raten, jetzt erst einmal abzuwarten und zu beobachten, sicher einige Wochen. Wenn dann gar keine Verlesserung auftritt, rate ich zu einer zweiten Meinung.

Alles Gute !

Dr. E. S.