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Analfissur, Marisken, Infektionen

Kategorie: Haemorriden.net » Expertenrat Hämorrhoiden | Expertenfrage

09.04.2005 | 07:05 Uhr

Sehr geehrte Frau Dr. Hackenberg,

seit vielen Jahren leide ich an einem unspez. Scheidenekzem, das immer mal mehr, mal weniger Juckreiz auslöste, von den verschiedensten Ärzten (Haut, Gyn., Psych. etc.) nicht wesentlich analysiert werden konnte. Symptome: Juckreiz außen, trockene, rissige Haut. Diverse Therapien von Sitzbädern, Cortison, Pilzcremes (denn es kam immer wieder zu Infektionen) habe nicht auf Dauer geholfen. Ich ging zum Homöopathen, zum Wunder-Apoptheker ... und lernte, damit zu leben. Die Beschwerden wanderten bis in die Analregion, Juckzreiz, trockene Haut. Nach Schwangerschaften und der Geburt zweier Kinder hatte ich Analfissuren, die jucken und nicht heilen, dazu - wie ich seit kurzem weiß - Marisken am After, die mit den Jahren wachsen. Nun sagte kürzlich meine Hautärztin, der ich erstmals nach Jahren (in denen meine Gynäkologin immer nur gesagt hat: Ach, Sie haben ja Hämmorhoiden... und ein Proktologe mich nach mir peinlicher Untersuchung zu einem Analdehner überreden wollte, was ich nicht verstand und sofort ablehnte ...) mein Leiden darstellte und zeigte, dass ich bei einem Chirurgen diese (erstmals gehört) Marisken entfernen lassen sollte, da sonst die Infektionen nie zur Ruhe kommen. Termin ist in zwei Wochen - ich lese jetzt bei Ihnen, dass das riskant sei. Habe ohnehin Angst davor, Frage: Was ist sinnvoll? Ich würde so gern endlich entspannt aufs Klo gehen können und andere schöne Dinge tun, die so oft mit Komplikationen behaftet sind. Je nach Hormonlage (so ist meine Beobachtung) gibt es bessere und schlechtere Zeiten, so ist kurz vor der Periode und währenddessen die Haut am reizbarsten.
Was helfen Bäder? Ich bin im Lauf der Zeit etwas abestumpft im Hoffen darauf. Immer wieder mal Eichenrinde, mal Kamille - aber nachts jucken die Stellen so, dass ich mich im Schlaf, aber auch im Wachen kratze - sicher dabei alles Mögliche verschlimmere. Ich wäre für Rat außerordentlich dankbar.
Auch: Hilft gegen die Fissuren ein Analdehner? Kann ich das selbst kaufen und anwenden, ohne Doc? Und noch: Wo finde ich einen sensiblen Arzt, der nicht nur schnippelt oder ein Rezept ausstellt, sondern der ganzheitlich handelt. Ich ernähre mich im Ürigen eher gesund, verzichte seit einiger Zeit total auf Zucker, Gebäck und Weißbrot, esse viel Obst, Gemüse etc., da ich neue Infektionen durch Pilze befürchte und ohnehin eine gute Verdauung haben möchte.
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10.04.2005, 05:12 Uhr
Antwort

Von einer Mariskenoperation rate ich Ihnen ab, die Probleme sind oft hinterher noch größer als vorher, insbesondere im Hinblick auf Juckreiz.
Der Analdehner ist sinnvoll bei einer echten Analfissur, weil durch die Dehnung der Schließmuskelkrampf überwunden und die Heilung verbessert wird, dies gilt aber nur bei echten Fissuren, nicht bei oberflächlichen Schleimhautrissen im gesamten Anlbereich.
Sitzbäder sind sinnvoll, insgesamt braucht die Analschleimhaut aber extrem lange, um zu regenerieren. Daher sind nur wirklich notwendige Eingriffe und Manipualtionen erlaubt.
Alles Gute !
Dr. E. H.

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29.08.2008, 09:05 Uhr
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Guten Tag,

ich habe etwas in meinen Anal entdeckt vor zirka 3 Monaten.

Es war sehr klein und nicht außerhalb des Anal,sondern noch innehalb.

Es wächste auf der linken und rechte Seit des Anals, so das sie sich kreuzen.

Aber immer nach der Zeit wächst es immer weiter an und ist nun zirka ein zentimeter außerhalb des Anals.

Und es wächst an der Haut, also es hängt nicht herunter.

Und beim Stuhlgang werden die wie angesteift also größer und ziehen sich dannach wieder zu Ihrer Ausgangposition zurück.

Wissen Sie vielleicht was es sein könnte?

Ich habe aber auf jeden Fall einen Termin beim Urologen für den 11 September reseviert.

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12.09.2008, 07:39 Uhr
Antwort

jetzt sind ja leider ein paar Jahre vergangen, aber ich habe zu diesem Thema etwas zu sagen. Nach jahrelangem Scheidenekzem, und keiner konnte helfen, habe ich herausgefunden, dass diese an Lebensmittelunverträglichkeiten liegen. Ich vertrage weder Zwiebel noch Knoblauch. Lasse ich beides konsequent weg, ist meine Schleimhaut völlig in Ordnung, nehme ich etwas davon zu mir, entwickelt sich wieder das Ekzem.
Mittlerweile weiß ich, dass es einige Frauen gibt, die darunter leiden und eine von ihnen hat herausgefunden, dass sie kein rohes Obst essen kann. Seitdem geht es ihr gut.